Einsamkeit
EINSAMKEIT
Die Einsamkeit klopfte an die Tür
meines Zimmers Nummer dreiunddreißig.
Die Langeweile kam in mein Bett
wie eine große dumpfe Wolke ─ lautlos.
Die Laken waren leere Blätter Papier.
Keiner war da, der sich um mich kümmerte.
Keiner war da den ich anrufen konnte.
Ich war einfach eine Fremde in diesem Land.
Ich fragte mein Spiegelbild:
«Wozu brauche ich meine Lippen und Augen,
dieses lange und schöne Haar
das niemand berührt und streichelt?»
IRMA KURTI (Albanien-Italien)
Übersetzung Germain Droogenbroodt – Wolfgang Klinck



