Einst
EINST
Einst wanderte ich den Weg entlang,
mein Schatten, einem dürren Baum in der Wüste gleich.
Einst starrte ich voller Angst in die Dunkelheit,
mein Hilfeschrei, von der bleiernen Nacht unterdrückt,
Wolken und Nebel verschleierten Mond und Sterne
und ein kalter Wind fegte über die trostlose Einöde.
Einst hörte ich die Nachtigall singen in der Nacht,
es glich einem Gesang der Wolken hoch am Himmel
niederwirbelnd wie ein Teich voll Seerosen in Blüte
die reinweißen Blütenblätter vertrieben die Schatten der Nacht.
Ich suchte dich im dichten Nebel ─
Könnte es ein größeres Glück für mich geben
als dich einst in einer Frühlingsnacht wiederzusehen?
Übersetzung Xu Qin – Germain Droogenbroodt – Wolfgang Klinck



