Wind der Einsamkeit
Gemälde von Tyoma
Wind der Einsamkeit
Welch listiger und seltsamer Wind der Einsamkeit
weht so wild durch diesen Abend?
Warum kommt er unaufhörlich galoppierend
und peitscht so wild die einsamen Blätter des Herzens?
Und dieser strahlende und liebliche Vollmond,
der sein Gold überall verstreut –
warum sendet er nicht ein wenig Licht zu all den Seelen,
die in dieser Nacht allein wandeln?
Und die Nacht, die fremd an den Fenstern erscheint –
warum hüllt sie alles in tödliche Stille
und bietet statt eines seltsamen, heiligen Balsams
übervolle Becher mit Gift gegen den Schmerz an?
Ach, Wind der Einsamkeit, Vollmond,
und du, uralte Nacht, Tochter des Chaos –
kommt, tröstet die einsamen Seelen,
schenkt ihnen ein wenig Vergessen und ein wenig Hoffnung.
Panagiota P. Lambri, Griechenland
Übersetzung Germain Droogenbroodt – Julia Bless



