Elca et Montgó
ELCA ET MONTGÓ
für Angelika Becker
Der dunkle Tod der Orangenbäume
blendet meine Augen;
orange und trocken, geht der Mond auf
hinter einem Meer aus Blei.
In der Ferne atmet der Berg blaue Luft aus;
benetzt das Meer,
ruht darin aus. Und so fällt, seit Jahrhunderten,
der Schatten auf den Schmerz seiner Härte.
Die Häuser öffnen ihre Augenlider,
der Hang leuchtet auf, und zitternd
sehnt sich das Herz nach Wesen die es nicht kennt
und in der Erinnerung tauchen andere Wesen auf.
Unsichtbar, durchdringt ein Hauch von Jasmin
mein Hemd, nimmt von meiner Haut leichten Schweiß;
und dieser verwehte Staub
ist in der Nacht verloren,
taube Totengräber meiner Zeit.
Es war der fromme Tag,
und auf die abgenutzte Erde, dankbar,
schaue ich liebevoll,
für die Sanftheit, mit der ich heute sterbe
Übersetzung Germain Droogenbroodt – Wolfgng Klinck



