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Nº 687 Gedichte

Elca et Montgó

Francisco Brines · Spain (1932─2021)

687 Brines met koningspaar

ELCA ET MONTGÓ

für Angelika Becker

Der dunkle Tod der Orangenbäume

blendet meine Augen;

orange und trocken, geht der Mond auf

hinter einem Meer aus Blei.

In der Ferne atmet der Berg blaue Luft aus;

benetzt das Meer,

ruht darin aus. Und so fällt, seit Jahrhunderten,

der Schatten auf den Schmerz seiner Härte.

Die Häuser öffnen ihre Augenlider,

der Hang leuchtet auf, und zitternd

sehnt sich das Herz nach Wesen die es nicht kennt

und in der Erinnerung tauchen andere Wesen auf.

Unsichtbar, durchdringt ein Hauch von Jasmin

mein Hemd, nimmt von meiner Haut leichten Schweiß;

und dieser verwehte Staub

ist in der Nacht verloren,

taube Totengräber meiner Zeit.

Es war der fromme Tag,

und auf die abgenutzte Erde, dankbar,

schaue ich liebevoll,

für die Sanftheit, mit der ich heute sterbe

Übersetzung Germain Droogenbroodt – Wolfgng Klinck

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