Die Poesie
DIE POESI
Die Poesie durchstreift die Erde allein,
sie legt ihre Stimme auf den Schmerz der Welt
und bittet um nichts
nicht einmal um Worte.
Sie kommt aus der Ferne, unerwartet, sagt sich nie an;
sie hat den Schlüssel zur Tür.
Beim Eintreten bleibt sie stehen und schaut uns an.
Dann öffnet sie ihre Hand und gibt uns
eine Blume oder einen Kieselstein, etwas Geheimnisvolles,
aber so intensiv, dass das Herz
zu schnell klopft. Und wir erwachen.
Übersetzung Germain Droogenbroodt – Wolfgang Klinck



