Noch immer
NOCH IMMER
Solange die Sterne
hoch über uns funkeln,
solange das Licht des Mondes
die Worte, die Erinnerungen spinnt
weigere ich mich
der Riegel der Nacht zu sein.
Solange die Sonne leuchtet,
die Vögel mich aufwecken
und in der Stille einer Umarmung
jemand auf mich wartet –
dann werde ich wissen,
dass ich noch lebe.
INÉS BLANCO, Kolumbien
Übersetzung Germain Droogenbroodt – Wolfgang Klinck



