Dein Bild zwischen meinen Fingern
DEIN BILD ZWISCHEN MEINEN FINGERN
Eines Abends spazierten wir beide
am See, Mutter. Die Schwäne
glitten langsam über das Wasser
im zarten Licht der untergehenden Sonne.
Auf deinem müden Gesicht spiegelte
der Mond seine Blässe
Aber du bist nicht mehr da. Der Mond
entweicht, verliert sich in den Wellen
mit deinem prächtigen Porträt
und der Erinnerung an jene Nacht.
Ich tauche meine Hände in das Wasser:
dein Bild habe ich zwischen meinen Fingern.
IRMA KURTI, Italien-Albanien
Übersetzung Germain Droogenbroodt – Wolfgang Klinck



