Der Teich
Claude Monet
Der Teich
Meine Kindheit ist heute ein großer Teich
in dem ich mich betrachte.
Auf dem Boden
gibt es von Moos bedeckte Steine,
Fische seltener und glänzender Art.
Ich tauche meine Hände hinein
und bewege das Wasser
um einen Schatten zu fassen
der immer flüchtig ist.
Der Teich gibt mir den Himmel zurück, die Wolken,
der Himmel und die Erde küssen sich darin
und fließen zusammen.
Ich zeichne dort ein Bild, ich träume es,
aber ich erreiche es nicht.
Hanni Ossott, Venezuela, 1946-2002
Übersetzung Germain Droogenbroodt – Lara Reile
aus “Casa de agua y de sombras”



